Unterrichtsvorbereitungen und meer
Sonntag, 10.10.2021 Freiwilligendienst Leben & AlltagMeine ersten zwei Wochen hier in Takoradi sind nun vorbei und mittlerweile kenne ich die Namen vieler Schülerinnen. Ich weiß nun, dass ich gern Mathe unterrichten will, da es bisher keinen gibt, der den Unterricht übernimmt und ich Lust drauf habe. Bisher lernen die Schülerinnen darum mit Materialien zum Selbststudium, doch ich habe keine Ahnung wie intensiv diese angeschaut wurden. Deshalb bereit ich mich aktuell aufs Unterrichten vor und bin neugierig wie das wohl wird. Eine weiter Unterrichtsform, die ich hier neben Abschreiben und Frontalunterricht mitbekomme, ist das Diktat. Weil ich nun keine große Lust habe, stundenlang Diktaten zu zuhören, ließ ich mir die Unterrichtsmitschriften für das Fach "Social Studies" geben, was echt gut war. Darin wird von der einzelnen Persönlichkeit bis zur Gesellschaft mit ihren Problemen und kulturellen Gepflogenheiten viel thematisiert. Dazu später vielleicht einmal mehr. :) Außerdem lernte ich Donald, den einzigen Lehrer, kennen. Von ihm durfte ich schon so einiges über Ghana erfahren und bin ihm dankbar für die Gespräche im Büro.
Am Donnerstag nahmen mich die Schülerinnen mit zu einem kleinen Stand, wo wir frittierten Yam kauften und erklärten mir, was ich auf Fanti zu sagen habe, wenn ich Yam bekommen möchte. Das war echt gut. Am Nachmittag holten Svenja und ich uns Smoothies und liefen wir zum Meer und am Freitag gings mir nicht gut, weil meine Verdauung mit irgendeinem Essen/Trinken nicht klar kam. Ich lag fast nur rum und meine Ansprechpartner reagierten besorgt und beteten für mich. Ich hoffe, ich lieg nicht so oft flach und achte darum auf meine Gesundheit. Ich möchte nicht, das andere wegen mir Sorgen haben und mich gut fühlen.
Den Samstagvormittag verbrachte ich schon etwas fitter mit Aufgaben, die man in Deutschland schneller erledigt bekommt oder gar nicht erledigen muss, weil's automatisiert läuft. So trug ich 15 Liter Trinkwasser im Rucksack nach Haus, lud mein Datenvolumen bei einem kleinen Stand auf, wusch ab, wusch Wäsche von Hand, kochte... Den Nachmittag verbrachte ich mit Telefonieren, Uno spielen und ausgiebig Sport machen und wir bekamen vom Ausbildungszentrum unsere ersten geschneiderten Kleider für den Gottesdienst. Ich mag meins sehr und bin total dankbar. Diese zogen wir auch gleich am nächsten Tag an und nahmen uns vor auf jeden Fall selbst in den nächsten Wochen nähen zu lernen.